Der DigiComm Blog rund um Digitalisierung und Managed Services

Teuer, kompliziert und hält alle von der Arbeit ab!

Digitalisierung ist teuer, kompliziert und hält alle von der Arbeit ab? Jein! Erstens: Nicht zu digitalisieren ist definitiv noch aufwändiger und teurer. Zweitens: Es gibt Mittel und Wege, die Transformation so zu gestalten, dass sie unabhängig von den personellen, finanziellen und technischen Möglichkeiten zu stemmen ist. Ganz einfach, indem man Aufgaben und Aufwände auf mehrere Schultern und einen längeren Zeitraum verteilt. Dann ändert sich die Rechnung. Je mehr Ressourcen aus verschiedenen Quellen in ein Projekt fließen, desto besser. Drittens: In unserem neuen Blog erfahren Sie alles, was Sie dafür wissen müssen – „Info-as-a-Service“. Womit wir schon beim Thema sind.

As-a-Service-Modelle reduzieren den eigenen Aufwand für ein beliebiges Projekt – nein, nicht auf ein Minimum, sondern möglichst genau auf das passende Maß. In der Fernwirktechnik bedeutet das: Wer eine einzelne Windkraftanlage integrieren will, hat andere Anforderungen als der Wasserverband mit vielen, schwer zugänglichen Pumpen. Verkehrsbetriebe haben eine andere IT-Umgebung und Kapitalausstattung als Außenwerber oder Entsorgungsbetriebe. Allen gemeinsam ist, dass sie eine wirtschaftliche, zuverlässige und zukunftssichere Lösung für ihre individuelle Aufgabe suchen.

XaaS: Anything-as-a-Service

Die Anbindung dezentraler Anlagen an zentrale Leitsysteme ist der Schlüssel zur Digitalisierung. As-a-Service-Konzepte ermöglichen es, die erforderliche Hard- und Software, die Konnektivität, Wartung und Pflege oder sogar den Betrieb der Infrastruktur ganz oder teilweise an einen Serviceprovider auszulagern. Dieser übernimmt die Verantwortung für die Verfügbarkeit der Komponenten, der Kommunikationstechnologie und des Gesamtsystems und stellt sicher, dass Hard- und Software jederzeit den aktuellen Anforderungen entsprechen.

Eigenes, hochqualifiziertes Personal dafür vorzuhalten ist unwirtschaftlich, in Zeiten des Fachkräftemangels schwierig und im as-a-Service-Modell unnötig. Hinzu kommen die finanziellen Vorteile. Die Verlagerung der Investitionskosten (Capex) in die Betriebskosten (Opex) schont die Liquidität erheblich. Stadtwerke mit vielen EEG-Anlagen im Netzgebiet oder Wasserwirtschaftsverbände mit einer hohen Zahl an Pumpstationen können ihre Anlaufinvestitionen bei einem flächendeckenden Rollout der Fernwirktechnik um sechsstellige Beträge reduzieren. Auch der Business Case von größeren Automatisierungsprojekten oder Geschäftsmodellen wie digitaler Außenwerbung rechnet sich schneller. Die nicht in den Assets gebundenen finanziellen Mittel und personellen Ressourcen stehen für das Kerngeschäft zur Verfügung.

Weit verbreitet ist das Modell schon heute für Software (SaaS), die gegen eine regelmäßige Zahlung nicht nur zur Verfügung gestellt, sondern auch gewartet und mit regelmäßigen Updates ständig auf dem Stand der Technik und Security gehalten wird, ohne dass sich der Nutzer darum kümmern müsste. Bei Hardware as a Service werden Hardware-Komponenten gemietet. In der nächsten Stufe des Device-as-a-Service (DaaS) übernimmt der Dienstleister die Verantwortung für die Verfügbarkeit der Hardware. Wir gehen noch einen Schritt weiter und kombinieren die alternativen Finanzierungs- und Vergütungsmodelle mit umfangreichen Managed Services und hoch verfügbarer Konnektivität inklusive integriertem National-Roaming, kontinuierlichem Health Check, sicherem Remote-Zugriff über VPN und SIM-Kartenmanagement – Connectivity-as-a-Service.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz eignet sich unser as-a-Service-Modell branchenübergreifend für alle Unternehmen, die externe Anlagen überwachen und steuern oder Daten übertragen wollen, unabhängig von der Größe oder Art des Objekts – vom Geldautomaten bis zur komplexen Betriebsanlage. Wir werden in dieser Serie den unterschiedlichen Modellen einen eigenen Beitrag widmen.

Benefits

Mit as-a-Service lassen sich viele Hürden bei Projekten überwinden, Realisierungszeiten verkürzen sowie Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit der Lösung sicherstellen. Die individuellen Anforderungen, Möglichkeiten und Ressourcen entscheiden über die Wahl des passenden Modells. Damit sind as-a-Service-Modelle eine wirtschaftlich und technologisch sinnvolle Option für alle Unternehmen, die den Schritt in die Digitalisierung wagen, oder diese im Feld weiter vorantreiben wollen – sofern man einige Grundregeln beherzigt:

Digitalisierung ist Chefsache. Digitalisierung betrifft jeden Unternehmensbereich, alle betrieblichen Abläufe und Prozesse. Besser, man überlässt das Profis.

Digitalisierung geht ins Geld. Ja. Aber nicht allein die Höhe der Investitionen ist entscheidend, sondern auch der Zeitpunkt. Wer seine Liquidität hochhalten will, hat die Möglichkeiten, seine Investitionskosten (Capex) in die Betriebskosten (Opex) zu verlagern. Wie Firmenwagen lassen sich auch Hard- und Software langfristig mieten.

Digitalisierung bindet Ressourcen. Natürlich. Aber es müssen nicht die eigenen sein.

In Kürze gehen wir auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte der Capex-/Opex-Verlagerung ein.

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