Schön rechnen statt schönrechnen: von CapEx zu OpEx

Wie Sie mit der Verlagerung von Investitionen die Digitalisierung neu rechnen und die Liquidität hochhalten

Digitalisierung ist für jedes Unternehmen ein Wachstums- und Umsatztreiber. Aber zunächst einmal kostet sie Geld. Ihr Geld. Oder eben nicht, zumindest nicht, wenn ein Finanzierungspartner und ein as-a-Service-Modell ins Spiel kommen. Die gute Nachricht nämlich ist: Ob Automatisierung von Ortsnetzstationen, intelligente Straßenlaternen oder ferngewartete Wasserpumpe – gemeinsam können wir den Kapitalfluss so steuern, dass Ihre Liquidität nicht belastet wird. Sie bezahlen kurz-, mittel und langfristig genau das, was sie benötigen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Denn die Systeme sollten immer exakt zu Ihrem Bedarf passen – auch, wenn der sich zwischenzeitlich ändert.

CapEx: einmal und nie wieder?

CapEx (Capital Expenditures) sind einmalige Investitionsausgaben. Ein Unternehmen kauft auf Basis seiner Bedarfsplanung Hard- und Software und zahlt eine bestimmte Summe für die Implementierung und hofft, dass es bis auf regelmäßige Wartungskosten zumindest über die Abschreibungszeit von weiteren Kosten verschont bleibt. Dieser „Normalfall“ hat aber gravierende Nachteile, vor allem für die …

  • Liquidität
    Ihre Kosten fallen in voller Höhe an, bevor Sie mit der angeschafften Technik überhaupt Geld verdienen oder einsparen können. Was bei einem Einzelprojekt verschmerzbar ist, kann bei einem flächendeckenden Rollout die Liquidität gefährden. Hinzu kommt: „Kosten“ ist hier nicht steuerlich gemeint. Die Ausgaben können nicht sofort in voller Höhe geltend gemacht werden und sind über die Zeit abzuschreiben.
  • PlanungssicherheitIhre Anschaffungen tätigen Sie auf der Grundlage einer Bedarfsprognose. Ein Bias ist dabei unvermeidbar. Ist die Vorausschau zu hoch, wird Geld in Technik gebunden, die gar nicht nötig ist. Ist sie zu niedrig, muss nachgekauft werden. Wenn sich der eigene Bedarf ändert oder die technische Entwicklung voranschreitet, stehen Neuanschaffungen an.

CapEx fallen an, bevor die Umsätze erzielt werden und basieren auf Prognosen

OpEx: die skalier- und planbare Alternative

OpEx (Operational Expenditures) sind regelmäßige oder wiederkehrende Betriebsausgaben. Wer Betriebsmittel „as-a-Service“ mietet oder least, entlastet seine Liquidität im Vergleich zum Kauf erheblich. Das ist bei Software weit verbreitet, beim Firmenwagen längst Standard. Die Finanzierung übernimmt ein Dienstleister – zum Beispiel das Autohaus, das in die monatliche Rate weitere Services wie Wartung,

In Kürze gehen wir auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte der Capex-/Opex-Verlagerung ein.

Reifenwechsel usw. einpreist, verbunden mit dem Leistungsversprechen „Mobilitätsgarantie“. Das ergibt ein Maximum an Planungssicherheit für den Servicenehmer.

Der Umfang dessen, was as-a-Service bezogen wird, kann sowohl produkt- und serviceseitig nahezu beliebig ausgestaltet werden. In der Fernwirktechnik reicht die Bandbreite von Hardware-as-a-Service bis zu Connectivity-as-a-Service, die Leistungsversprechen heißen Service Level Agreements und statt der Mobilitätsgarantie gibt es vertraglich fixierte Verfügbarkeiten, Uptimes und Übertragungsraten, die ein Dienstleister wie DigiComm im Rahmen des as-a-Service-Vereinbarungen erfüllen muss.

Für den Servicenehmer rechnet sich die Verlagerung der Investitions- in die Betriebskosten gleich mehrfach: 

  • Positiver Cashflow
    Die Kosten werden über einen längeren Zeitraum gestreckt und können in der Regel direkt steuerlich geltend gemacht werden. Finanzielle Mittel werden nicht gebunden und können in das Kerngeschäft gesteckt werden. Schließlich muss nicht die gesamte Systemtechnik en bloc gekauft werden, sondern kann sukzessive hinzugenommen werden – immer dann, wenn Umsätze oder Einsparungen konkret anstehen. Daraus kann sich bei einem Rollout deutlich früher ein positiver Cashflow ergeben.
  • Skalierbar und zukunftssicher
    Wenn sich die ursprüngliche Prognose als zu positiv oder negativ herausstellt, können as-a-Service-Verträge in beide Richtungen angepasst werden. Das Risiko, den Bedarf nicht decken zu können oder teuer gekaufte Hardware ungenutzt einlagern zu müssen, wird eliminiert. Auch aus technischer Sicht verringert sich Ihr Investitionsrisiko. Bei Connectivity-as-a-Service beispielsweise zahlen Sie für Konnektivität, unabhängig von der aktuellen Kommunikations- und Netztechnologie, deren Verfügbarkeit liegt in der Verantwortung Ihres Dienstleisters. Und weil der, wie DigiComm, hochspezialisiert ist und alles aus einer Hand anbieten kann, verkürzen sich auch die Implementierungszeiten im Vergleich zu Projekten in Eigenregie und damit auch die Time-to-Market.     

       

    OpEx fallen an, wenn die Umsätze erzielt werden und basieren auf dem tatsächlichen Bedarf.


    In a nutshell

    As-a-Service-Modelle stellen durch die Verlagerung von CapEx zu OpEx eine wirtschaftlich sinnvolle, aus technologischer und unternehmerischer Sicht risikoärmere Alternative zu den klassischen Investitionen dar. Größere Digitalisierungsprojekte oder Rollouts rechnen sich besser und schneller – und das auch, wenn sich Bedarf und Serviceumfang im Laufe der Zeit verändern.

In unserem nächsten Blog gehen wir auf das Thema Ressourcen-Management ein.

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